Absolventen- und Doktorandenseminar

Absolventen- und Doktorandenseminar der Gießereitechnik 2015 in Aachen

Vom 18. bis 20. März 2015 fand das siebte hochschulübergreifende Absolventen- und Doktorandenseminar der Gießereitechnik in Aachen statt. Auch in diesem Jahre stellte sich die Veranstaltung als Kontaktplattform zum fachlichen Austausch und der Vertiefung bestehender Kontakte für Jungingenieure der Gießereitechnik dar. Unter der Schirmherrschaft des Aachener Gießerei-Instituts sowie der Sponsoren OTTO JUNKER GmbH und MAGMA Gießereitechnik GmbH nahmen 23 Doktoranden und Absolventen von sechs Universitäten und Forschungseinrichtungen teil. Weiterhin waren Doktoranden und Mitarbeiter der OTTO JUNKER GmbH, MAGMA Gießereitechnik GmbH und der Volkswagen AG anwesend:

- RWTH Aachen, Gießerei-Institut
- TU Bergakademie Freiberg, Gießerei-Institut
- TU München, Lehrstuhl für Umformtechnik und Gießereiwesen
- Universität Magdeburg, Institut für Fertigungstechnik und Qualitätssicherung Bereich Ur- und Umformtechnik
- Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Werkstoffkunde und Technologie der Metalle
- DLR Köln
- MAGMA Gießereitechnik GmbH, Aachen
- Otto Junker GmbH, Simmerath/Lammersdorf
- Volkswagen AG, Wolfsburg

Die Veranstaltung begann am Mittwochmittag am Gießerei-Institut, wo nach einem kleinen Mittagsimbiss mit den Vorträgen der Seminarteilnehmer, welche in insgesamt 10 Fachvorträgen über aktuelle Forschungsthemen rund um das Gießereiweisen berichteten. Am Abend versammelten sich ca. 70 Gäste in der Aachener Gießerburse, um im Rahmen des so genannten Bursenabends, einem monatlich stattfindenden Vortragsabend mit Fachvorträgen aus Industrie und Forschung, den Ausführungen von Herrn Dr. Carsten Kuhlgatz der Hüttenes Albertus Chemische Werke GmbH beizuwohnen. Dies sollte auch einen angemessenen Rahmen zur Ehrung der besten Vortragenden des Absolventen- und Doktorandenseminars darstellen. Die Gewinner waren:

Platz 1. Maike Becker DLR Köln
Platz 2. Patrick Saal TU München, utg
Platz 3. Florian Heilmeier TU München, utg

Der Donnerstagmorgen startete am Firmensitz der Otto Junker GmbH in Lammersdorf mit Vorträgen über die Firmengeschichte und die besondere Verbindung der RWTH Aachen mit der Otto-Junker-Stiftung sowie die neusten Entwicklungen in den Bereichen Induktionsofentechnologie und Stahlguss. Im Anschluss wurde eine interessante Betriebsführung durch sämtliche Produktions- und Entwicklungsabteilungen der Stahlgießerei gestaltet. Gestärkt durch einen kleinen Imbiss machten sich die Teilnehmer auf den Weg nach Aachen um im direkten Anschluss das Aachener Gießereikolloquium zu besuchen.
Das durch die Neugestaltung des Aachener Gießerei-Kolloquiums in seinem zeitlichen Ablauf etwas veränderte Absolventen- und Doktorandenseminar kann auch in diesem Jahr als erfolgreiche Plattform zum wissenschaftlichen Austausch sowie der Pflege und des Knüpfens von Kontakten innerhalb des wissenschaftlichen Nachwuchses der Gießereibranche bewertet werden.

Abbildung 1: Sieger des Absolventen- und Doktorandenseminar 2015

Absolventen- und Doktorandenseminar der Gießereitechnik 2012 in Aachen

Vom 4. bis 6. Dezember 2012 fand das fünfte hochschulübergreifende Absolventen- und Doktorandenseminar der Gießereitechnik in Aachen statt. Auch in diesem Jahre stellte sich die Veranstaltung als Kontaktplattform zum fachlichen Austausch und der Vertiefung bestehender Kontakte für Jungingenieure der Gießereitechnik dar. Unter der Schirmherrschaft des Aachener Gießerei-Instituts sowie der Sponsoren OTTO JUNKER GmbH und MAGMA Gießereitechnik GmbH nahmen 16 Doktoranden und Absolventen von sieben Universitäten und Forschungseinrichtungen teil. Weiterhin waren Doktoranden und Mitarbeiter der OTTO JUNKER GmbH, MAGMA Gießereitechnik GmbH und der Volkswagen AG anwesend:

- RWTH Aachen, Gießerei-Institut
- TU Bergakademie Freiberg
- TU München, Lehrstuhl für Umformtechnik und Gießereiwesen
- TU Clausthal, Institut für Metallurgie
- Leibnitz Universität Hannover, Institut für Werkstoffkunde
- MAGMA Gießereitechnik GmbH
- Volkswagen AG, Wolfsburg

Die Veranstaltung begann am Mittwochnachmittag am Firmensitz der OTTO JUNKER GmbH in Lammersdorf mit Vorträgen über die Firmengeschichte und die besondere Verbindung der RWTH Aachen mit der Otto-Junker-Stiftung sowie die neusten Entwicklungen in den Bereichen Induktionsofentechnologie und Stahlguss. Im Anschluss wurde eine interessante Betriebsführung durch sämtliche Produktions- und Entwicklungsabteilungen der Stahlgießerei und des Induktionsofenbaus gestaltet. Im weiteren Verlauf des Abends luden die Sponsoren zu einer Stadtführung in die traditionsreiche Eifelstadt Monschau ein. Bei Speis und Trank wurde der Abend in Monschau in geselliger Runde ausklingen gelassen und mit einer Übernachtung abgerundet.
Am nächsten Morgen, nachdem alle Teilnehmer wieder wohlbehalten in Aachen angekommen waren, startete das eigentliche Seminar mit Vorträgen rund um das Gießereiwesen in den Räumlichkeiten des Gießerei-Instituts. Insgesamt wurden acht sehr interessante Fachvorträge zu aktuellen Themenstellungen aus Forschung und Entwicklung im Gießereiumfeld gehalten. Die Wahl der besten Präsentationen des Absolventen- und Doktorandenseminars am Nachmittag rundete den Vortragstag ab.
Am Abend versammelten sich ca. 60 Gäste in der Aachener Gießerburse, um im Rahmen des so genannten Bursenabends, einem monatlich stattfindenden Vortragsabend mit Fachvorträgen aus Industrie und Forschung, den Ausführungen von Herrn Peter Mikoleizik der Siempelkamp GmbH Co. KG zum Thema „Schwerst- und Großgussteile in Gusseisen mit Kugelgraphit“ beizuwohnen. Dies sollte auch einen angemessenen Rahmen zur Ehrung der besten Vortragenden des Absolventen- und Doktorandenseminars darstellen. Die Gewinner waren:

Platz 1. Georg Baumgartner TU München, Lehrstuhl für Umformtechnik und Gießereiwesen
Platz 2. Sebastian Hellfeier TU Clausthal, Institut für Metallurgie
Platz 3. Thomas Brenker RWTH Aachen

Nachdem der Abend bei Speis, Trank und angeregter fachlicher Diskussion gemütlich zum Abschluss kam, konnten die Teilnehmer am Freitag das traditionelle AGIFA-Symposium am Aachener Gießerei-Institut besuchen. In diesem Rahmen bekam der Erstplatzierte die Gelegenheit seinen Vortrag von Vortag noch einmal einem breiten Fachpublikum vorzustellen.
Zusammenfassend kann das Absolventen- und Doktorandenseminar wie in den Vorjahren als erfolgreiche Plattform zum wissenschaftlichen Austausch sowie der Pflege und des Knüpfens von Kontakten innerhalb des wissenschaftlichen Nachwuchses der Gießereibranche bewertet werden.
Absolventen- und Doktorandenseminar der Gießereitechnik 2011 in Aachen

Vom 30. November bis 1. Dezember 2011 fand das vierte hochschulübergreifende Absolventen- und Doktorandenseminar der Gießereitechnik in Aachen statt. Auch dieses Jahr bestand das Ziel der Veranstaltung darin, eine Kontaktplattform für Jungingenieure der Gießereitechnik zu schaffen, bestehende Kontakte zu vertiefen und einen fachlichen Austausch zu fördern. Das Seminar fand unter der Schirmherrschaft des Aachener Gießerei-Instituts und den Sponsoren, der OTTO JUNKER GmbH und der MAGMA Gießereitechnik GmbH, statt. Es nahmen 24 Teilnehmer (Abbildung 1) verschiedener deutscher Hochschul-Institute, die im Bereich Gießereitechnik tätig sind, teil. Weiterhin waren Doktoranden der Montanuniversität Leoben in Österreich und der Firmen Volkswagen AG und Porsche GmbH anwesend:

- Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung IFAM
- Hochschule Aalen, Gießerei Technologie Aalen
- TU Bergakademie Freiberg, Gießerei-Institut
- TU Braunschweig, Institut für Füge- und Schweißtechnik
- TU München, Lehrstuhl für Umformtechnik und Gießereiwesen
- Universität Leoben, Lehrstuhl für Gießereitechnik
- Universität Leoben, Lehrstuhl für Allgemeinen Maschinenbau
- RWTH Aachen, Gießerei-Institut
- Firma Porsche GmbH
- Firma Volkswagen AG

Die Veranstaltung begann am Mittwochnachmittag am Firmensitz der MAGMA Gießereitechnologie GmbH in Aachen mit einem Seminar und Vorträgen über die Firmengeschichte und die Verbindung mit der RWTH Aachen. Im Weiteren wurden neue Entwicklungen und Forschungsergebnisse im Bereich der Gießsimulation vorgestellt und ein kurzes Seminar mit Magma 5 durchgeführt. Am Abend luden die Sponsoren zu einem geselligen Beisammensein mit Abendessen im Aachener Brauhaus Degraa ein.
Am nächsten Morgen startete das eigentliche Doktorandenseminar mit Vorträgen rund um die Gießereitechnik. Austragungsort war das Gästehaus der RWTH Aachen am Königshügel. Insgesamt wurden 15 sehr interessante Fachvorträge zu aktuellen Forschungs- und Entwicklungsprojekten in der Gießereitechnik gehalten. Das Seminar endete am späten Nachmittag mit der Wahl der drei besten Vorträge durch die Teilnehmer.
Im Anschluss lud die Aachener Gießer-Familie e.V. (AGIFA) zum so genannten Bursenabend ein. Dabei handelt es sich um einen monatlich stattfindenden Vortragsabend, an dem Vertreter der Industrie über aktuelle Projekte aus der Praxis berichten. Dieses Mal referierte Herr Dr. Zeuner der KSM Castings GmbH über das Thema „Dynamisch belastete Fahrwerksteile aus Aluminium – Das KSM Castings Prozess-Spektrum im globalen Wettbewerb“.
Die gut besuchte Veranstaltung füllte das ehrwürdige Haus und bot den angemessenen Rahmen für die Preisverleihung der besten Präsentationen des Absolventen- und Doktorandenseminars. Die Gewinner waren:

Platz 1. Sebastian Tewes RWTH Aachen
Platz 2. Sabine Redik Montanuniversität Leoben
Platz 3. Paul Kainzinger Montanuniversität Leoben

Nach einer ausgedehnten Feier für die Gewinner hatten am Freitagmorgen alle Teilnehmer die Gelegenheit, dass traditionelle AGIFA-Symposium des Aachener Gießerei-Instituts zu besuchen. Der Erst- und der Zweitplatzierte des Seminars stellten hier ihre Forschungsprojekte erneut, diesmal jedoch einem breiteren Publikum, vor.
Als Ausrichter sind wir auch dieses Jahr mit dem großen Erfolg des Absolventen- und Doktorandenseminars der Gießereitechnik 2011 sehr zufrieden und bedanken uns bei allen Teilnehmern und Beteiligten.

Abbildung 1: Teilnehmer des Absolventen- und Doktorandenseminar 2011

Absolventen- und Doktorandenseminar der Gießereitechnik 2010 in Aachen

Vom 1. bis 2. Dezember 2010 fand das dritte hochschulübergreifende Absolventen- und Doktorandenseminar der Gießereitechnik in Aachen statt. Das Ziel der Veranstaltung bestand darin, eine Kontaktplattform für Jungingenieure der Gießereitechnik zu schaffen und einen fachlichen Austausch zwischen diesen zu fördern. Das Seminar wurde unter der Schirmherrschaft des Aachener Gießerei-Instituts und den Sponsoren, der OTTO JUNKER GmbH und der MAGMA Gießereitechnik GmbH, durchgeführt. Es nahmen 30 Teilnehmer (Abbildung 1) verschiedener deutscher Hochschul-Institute, die im Bereich Gießereitechnik tätig sind, teil. Weiterhin waren Doktoranden der Montanuniversität Leoben in Österreich und der Firmen Volkswagen AG und Nemak Dillingen GmbH & Co.KG anwesend. Im Folgenden sind alle teilnehmenden Institute und Firmen aufgeführt.

-    Hochschule Aalen, Gießerei Technologie Aalen

-    TU Clausthal, Institut für Metallurgie, Arbeitsgruppe Gießereitechnik

-    TU Bergakademie Freiberg, Gießerei-Institut

-    Leibniz Universität Hannover, Institut für Werkstoffkunde

-    Universität Leoben, Lehrstuhl für Gießereitechnik

-    Universität Leoben, Lehrstuhl für Allgemeinen Maschinenbau

-    Universität Magdeburg, Institut für Fertigungstechnik und Qualitätssicherung, Bereich Ur- und Umformtechnik

-    Universität Siegen, Institut für Wirtschaftsinformatik

-    TU München, Lehrstuhl für Umformtechnik und Gießereiwesen

-    RWTH Aachen, Gießerei-Institut

-    Firma Nemak Dillingen GmbH & Co. KG

-    Firma Volkswagen AG

Die Veranstaltung begann am Mittwochnachmittag am Hauptsitz der Otto Junker GmbH in Lammersdorf mit Vorträgen über die Firmengeschichte und die besondere Verbindung der RWTH Aachen mit der Otto-Junker-Stiftung. Im Weiteren wurden neue Entwicklungen der Induktionsofentechnologie sowie Möglichkeiten und Herausforderungen im hochlegierten Stahlguss vorgestellt und diskutiert. Der Besuch endete nach einer interessanten Führung durch die Stahlgießerei und die Fertigungshallen für den Induktionsofenbau, Abbildung 2. Am Abend luden die Sponsoren zu einer Stadtführung in der Eifelstadt Monschau mit anschließendem Abendessen und Übernachtung ein.

Nach der Fahrt nach Aachen am nächsten Morgen startete das eigentliche Seminar mit Vorträgen rund um die Gießereitechnik. Austragungsort war das ehrwürdige Gästehaus der RWTH Aachen. Insgesamt wurden 15 sehr interessante Fachvorträge zu aktuellen Forschungs- und Entwicklungsprojekten in der Gießereitechnik gehalten. Die einzelnen Vortragenden und Themen sind in Tabelle 1 aufgeführt. Das Seminar endete am späten Nachmittag mit der Wahl der drei besten Vorträge durch die Teilnehmer./p>

Im Anschluss lud die Aachener Gießer-Familie e.V. (AGIFA) zum so genannten Bursenabend ein. Dabei handelt es sich um einen monatlich stattfindenden Vortragsabend, an dem Vertreter der Industrie über aktuelle Projekte aus der Praxis berichten. Dieses Mal referierte Herr Dr. Wolf, Geschäftsführer des BGD, über das Thema „Die globale und nationale Entwicklung der Gießerei-Industrie“.
Mit zirka 80 Gästen bot der Bursenabend dann auch den angemessenen Rahmen für die Preisverleihung der besten Präsentationen des Absolventen- und Doktorandenseminars. Die Gewinner waren:

Platz 1. Bernd Kujat Leibnitz Universität Hannover
Platz 2. Leopold Meier TU München
Platz 3. Xavier Gibala Nemak Dillingen GmbH & Co.KG

Nachdem die Gewinner bei Speise und Trank ausgiebig gefeiert wurden, hatten am Freitagmorgen alle Teilnehmer die Gelegenheit das traditionelle AGIFA-Symposium des Aachener Gießerei-Instituts zu besuchen. Der Erst- und der Zweitplatzierte des Seminars stellten hier ihre Forschungsprojekte erneut, diesmal jedoch einem breiteren Publikum, vor.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Absolventen- und Doktorandenseminar der Gießereitechnik 2010, wie in den Vorjahren, ein voller Erfolg war. Es wurden viele neue Kontakte unter den Nachwuchs-Gießerei-Ingenieuren geknüpft und ein fachlicher Austausch auf den aktuellsten Forschungsgebieten der Gießereitechnik im deutschsprachigen Raum ermöglicht. Auf Grund der positiven Resonanz aller Teilnehmer wird auch 2011 ein Absolventen- und Doktorandenseminar stattfinden.

Abbildung 1: Teilnehmer des Absolventen- und Doktorandenseminar 2010 im Gästehaus der RWTH Aachen (Foto: R. Ramakrishnan)

Abbildung 2: Teilnehmer bei der Besichtigung der Otto Junker GmbH in Lammersdorf
(Foto: R. Ramakrishnan)

Tabelle 1: Vorträge und Referenten

"Untersuchung zur Reduzierung der Rissbildung und des Verzuges bei der Fertigung komplexer dünnwandiger Stahlgussteile

Evgeniy Voronin, TU Freiberg

Wärmebehandelndes Heißisostatisches Pressen

Michaela Brummer, TU München

Kinetik der Phasenumwandlung in ausferritischem Gusseisen (ADI)

Leopold Meier, TU München

Einflüsse auf das Ermüdungsverhalten von ausferritischem Gusseisen mit Kugelgraphit

Manuel Wohlfahrt, Universität Leoben

MnS-Ausscheidungen als wichtige Ausgangspunkte für die Graphitkeimbildung in GJL

Sebastian Hellfeier, Universität Clausthal

Einfluss der Legierungselemente und Gießparameter auf die eisenhaltigen intermetallischen Phasen in Al-Si Druckgusslegierungen

Christoph Demmin, Universität Clausthal

Warmrisseigenschaften von AlSi7MgCu-Legierungen in Abhängigkeit von Mg- und Cu-Gehalt

Salar Bozorgi, Universität Leoben

Simulationstechnische Untersuchungen des aluminothermischen Schweißens

Nataliia Tuchkova, Universität Magdeburg

Untersuchungen zum Einfluss des Gießverfahrens auf die Festigkeitswerte der Aluminiumlegierung bei der Serienfertigung eines ZKG

Stefan Scharf, Universität Magdeburg

Eingießen von metallischen Fremdoberflächen in Schwerkraft-Sandguss

Xavier Gibala, Nemal Dillingen

Zur Steuerung von Produktionsprozessen auf der Basis ereignisgetriebener Architekturen

Daniel Metz, Universität Siegen

Transplantation von strukturierten Beschichtungen auf Gussteile im Druckgussverfahren

Patrik Freytag, Universität Hannover

Herstellung von Stützstrukturen aus Magnesium im Feingussverfahren für Halswirbelsäulen

Bern Kujat, Universität Hannover

Design und Herstellung gradierter zellularer Endoprothesen und Leichtbaustrukturen

Elvira Ivanova, RWTH Aachen

Entwicklung eines hybriden Metall/Kunststoff-Druckgussverfahrens

Todor Stoyanov, RWTH Aachen

Absolventen- und Doktorandenseminar der Gießereitechnik 2009 in Aachen

Vom 2. bis 3. Dezember 2009 fand das zweite hochschulübergreifende Absolventen- und Doktorandenseminar der Gießereitechnik in statt. Das Ziel der Veranstaltung bestand darin, eine Kontaktplattform für Jungingenieure der Gießereitechnik zu schaffen und einen fachlichen Austausch zwischen diesen zu fördern. Das Seminar wurde unter der Schirmherrschaft des Aachener Gießerei-Institut und den sponsoren, der OTTO JUNKER GmbH und der MAGMA Gießereitechnik GmbH, durchgeführt. Es nahmen 40 Teilnehmer (Abbildung 1) aller deutschen Hochschul-Institute, die im Bereich Gießereitechnik tätig sind, teil. Weiterhin waren Doktoranden der Montanuniversität Leoben in Österreich und der Firmen Volkswagen AG und Nemak Dillingen GmbH & Co.KG anwesend. Im Folgenden sind alle teilnehmenden Institute und Firmen aufgeführt.

-    RWTH Aachen, Gießerei-Institut

-    Hochschule Aalen, Gießerei Technologie Aalen

-    TU Braunschweig, Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik

-    Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und Materialforschung, Abteilung Gießereitechnik, Bremen

-    TU Clausthal, Institut für Metallurgie, Arbeitsgruppe Gießereitechnik

-    Universität Duisburg-Essen, Gießerei-Institut

-    TU Bergakademie Freiberg, Gießerei-Institut

-    Leibniz Universität Hannover, Institut für Werkstoffkunde

-    Universität Leoben, Lehrstuhl für Gießereitechnik

-    Universität Magdeburg, Institut für Fertigungstechnik und Qualitätssicherung, Bereich Ur- und Umformtechnik

-    TU München, Lehrstuhl für Umformtechnik und Gießereiwesen

-    Firma Nemak Dillingen GmbH & Co. KG

-    Firma Volkswagen AG

Die Veranstaltung begann am Mittwochnachmittag am Hauptsitz der Magma Gießereitechnik GmbH in Aachen mit einem spannenden Fachvortrag von Herrn Dr. Sturm über die Entwicklung der Simulationstechnologie von den Anfängen Ende der 80iger Jahre, über den heutigen alltäglichen Einsatz in der Gießerei bis hin zu zukünftigen Möglichkeiten und Visionen des virtuellen Gießens. Im Anschluss daran luden die Sponsoren zum Abendessen im Aachener Brauhaus DEGRAA ein, wo man den Tag langsam ausklinge ließ.

Am nächsten Morgen startete dann das eigentliche Seminar. Austragungsort war der Seminarraum im neuen „Super C“-Glasbau direkt neben dem Hauptgebäude der RWTH Aachen. Vor der Kulisse Aachens mit dem Kaiserdom im Mittelpunkt hatten die Teilnehmer Gelegenheit den 16 sehr interessanten Fachvorträge zu aktuellen Forschungs- und Entwicklungsprojekten in der Gießereitechnik zu folgen. Die einzelnen Vortragenden und Themen sind in Tabelle 1 aufgeführt. Das Seminar endete am späten Nachmittag mit der Wahl der drei besten Vorträge durch das Publikum.

Im Anschluss lud die Aachener Gießer Familie e.V. (AGIFA) zum so genannten Bursenabend ein. Dabei handelt es sich um einen monatlich stattfindenden Vortragsabend, an dem Vertreter der Industrie über aktuelle Projekte aus der Praxis berichten. Dieses Mal referierte Herr Dipl.-Ing Frömelt, Konstruktionsingenieur bei der Toyota Motorsports GmbH in Köln, über das Thema „Castings and Rapid Prototyping in Motorsports“, siehe Abbildung 2.

Mit zirka 80 Gästen bot der Bursenabend dann auch den angemessenen Rahmen für die Preisverleihung der besten Präsentationen des Absolventen- und Doktorandenseminars. Die Gewinner waren (siehe Abbildung 3):

Platz 1. Christian Böhnlein Hochschule Aalen
Platz 2. Alexander Baesgen Hochschule Aalen
Platz 3. Patrick Saal TU München

Nachdem die Gewinner bei Speise und Trank ausgiebig gefeiert wurden, hatten am Freitagmorgen alle Teilnehmer die Gelegenheit das traditionelle Gießerei-Kolloquium des Aachener Gießerei-Instituts zu besuchen. Der Erst- und der Zweitplatzierte des Seminars stellten hier ihre Forschungsprojekte erneut, diesmal jedoch einem breiteren Publikum, vor.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Absolventen- und Doktorandenseminar der Gießereitechnik 2009, wie im Vorjahr, wieder ein voller Erfolg war. Es wurden viele neue Kontakte unter den Nachwuchs-Gießerei-Ingenieuren geknüpft und ein fachlicher Austausch auf den aktuellsten Forschungsgebieten der Gießereitechnik im deutschsprachigen Raum ermöglicht. Auf Grund der positiven Resonanz aller Teilnehmer wird auch 2010 ein Absolventen- und Doktorandenseminar stattfinden.

Tabelle 1: Vorträge und Referenten

"Herstellung monolithischer Aluminium-Zylinderkurbelgehäuse im Druckguss aus übereutektischen Aluminium-Silizium-Legierungen"

Alexander Baesgen, Hochschule Aalen

"3-dimensionale, funktionale Strukturen im Druckguss durch Gasinjektion"

Christian Böhnlein, Hochschule Aalen

"Herstellung von aufschäumbarem Halbzeugmaterial mittels Thixocasting – Verfahren, Eigenschaften, Potential"

Marco Häsche, IFAM Bremen

"Verbundguss von Aluminium- und Magnesiumlegierungen durch Druckguss"

Kai Kerber, Universität Hannover

"Einfluss der Modifikation des eutektischen Siliziums auf das thermische Ausdehungsverhalten der Kolbenlegierung AlSi12CuNiMg"

Andreas Wüstenhagen, TU Clausthal

"Neue Erkenntnisse zur Wirkung von Sb auf die Graphitausbildung in GJS"

Lutz Dekker, TU Clausthal

"Optimierung der Lebensdauer von Druckgießformen für AlMgX-Legierungen"

Thomas Hentrich, TU Bergakademie Freiberg

"Eingießen von metallischen Fremdoberflächen in Schwerkraft-Sandguss"

Xavier Gibala, Nemak Dillingen

"Untersuchungen von Al-Zn-Mg Gusslegierungen"

Salar Bozorgi, Universität Leoben

"Untersuchungen des Einflusses konventioneller Kokillenschlichten auf die Eigenschaften von Aluminiumlegierungen für Kokillengegossene
Strukturbauteile"

Chris Rehse, Universität Magdeburg

"Grundlagenuntersuchungen der gießtechnologischen Eigenschaften von Al-Legierungen bei der Erzeugung dünnwandiger Gussstücke im Kokillengießverfahren"

Olga Polianska, Universität Magdeburg

"Mathematisch - gießtechnische Optimierung der Verrippung großer Umformwerkzeuge"

Patrick Saal, TU München

"Verbundguss von Werkzeugaktivelementen"

Martin Wimmer (i.V. für Martin Ostermair), TU München

"Medfoam - Gießen von offenporigen Titan Implantaten"

Katrin Hagemann, RWTH Aachen

"Methodik zur Modularisierung von Druckgusswerkzeugen"

Yann Queudeville, RWTH Aachen

Abbildung 1: Teilnehmer des Absolventen- und Doktorandenseminar 2009 im Aachener "Super C" (Foto: M. Jakob)

Abbildung 2:Herr Dipl.-Ing. Frömelt referiert auf dem Bursenabend (Foto: T. Ivanov)

Abbildung 3:Auszeichnung der besten Vorträge (von links nach rechts: 2. Platz - Alexander Baesgen, 1. Platz - Christian Böhnlein, 3. Platz - Patrick Saal) (Foto: M. Fafflok)

Absolventen- und Doktorandenseminar der Gießereitechnik 2008 in Aachen

Vom 3. bis 4. Dezember 2008 fand erstmals ein hochschulübergreifendes Absolventen-und Doktorandenseminar der Gießereitechnik im deutschsprachigen Raum statt. Das Ziel dieses Seminars war es, eine Kontaktplattform für angehende Absolventen der Gießereitechnik zu schaffen und einen fachlichen Austausch zwischen diesen zu ermöglichen. Die Idee eine regelmäßig stattfindende Veranstaltung dieser Art zu etablieren ist zwischen dem Aachener Gießerei-Institut und den Sponsoren des Seminars, der OTTO JUNKER GmbH sowie der MAGMA Gießereitechnik GmbH, entstanden. Insgesamt haben 25 Teilnehmer folgender Gießerei-Institute teilgenommen:

-   TU Bergakademie Freiberg, Gießerei-Institut

-   TU Clausthal, Institut für Metallurgie, Arbeitsgruppe Gießereitechnik

-   TU München, Lehrstuhl für Umformtechnik und Gießereiwesen

-   Universität Leoben, Lehrstuhl für Gießereikunde

-   Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und Materialforschung Abteilung Gießereitechnik, Bremen

-   RWTH Aachen, Gießerei-Institut

Der Auftakt des Seminars erfolgte am Mittwochabend mit einer Stadtbesichtigung der schneeversunkenen Eifelstadt Monschau. Danach ließen die angehenden Gießerei-Ingenieure und Doktoranden den Abend auf Einladung der Sponsoren bei einem gemeinsamen Abendessen mit anschließender Übernachtung im Carat Hotel Resort in Monschau ausklingen.

Am nächsten Morgen lud die OTTO JUNKER GmbH zu einer Besichtigung der hauseigenen Edelstahlgießerei und des Montagewerkes für Induktionsöfen in Lammersdorf ein, Abbildung 1. Vor der Besichtigung stellte die Firmenleitung die traditionsreiche Geschichte der von Dr. e.h. Otto Junker aufgebauten Firma vor. Weiterhin erläuterte Herr Dr. Schmitz in einem Vortrag die Möglichkeiten bei der Energieeinsparung beim Schmelzen von Gusswerkstoffen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen erfolgte die Rückfahrt nach Aachen, wo am Nachmittag das eigentliche Seminar mit Fachvorträgen und Vorstellung der einzelnen Institute stattfand. Auf dem Weg dahin sind einstweilen die Teilnehmer aus Clausthal Zellerfeld, die mit einem eigenen Fahrzeug angereist waren, im Schneetreiben verloren gegangen. Nachdem das Seminar mit leichter Verspätung beginnen konnte, hatten einige der Teilnehmer die Gelegenheit ihre aktuellen Forschungsthemen vorzustellen. Diese waren:

Dipl.-Ing. Wojciech Krupa:

Entwicklung eines Verfahrens zur Herstellung dickwandiger Gussstücke aus EN-GJS mit optimiertem Gefüge unter Nutzung von inneren Kühlkörpern

Cand.-Ing. Sebastian Hellfeier:

Gießereien in China – Erfahrungsbericht über ein einjähriges Gießerei-Praktikum bei Bosch Rexroth in Shanghai

Dipl.-Ing. Tobias Schubert:

Nanostrukturierte Oxide zur Beeinflussung der Eigenschaften von Aluminiumlegierungen

Dipl.-Ing. Matthias Reihle:

Ermittlung von Eigenspannungen in Verbundgusskörpern mittels Neutronendiffraktometrie

Dipl.-Ing. Martin Wimmer:

Stranggießen mit gesteuerter Flüssigmetall-Umlaufkühlung

Dipl.-Ing. Salar Borzorgi:

Gefügeuntersuchung der Legierung THX 540 (AlMg5Si2Mn) in thixotropen Bauteilen

Dipl.-Wi.-Ing. Christoph Pille:

Funktionsintegrierte Gussbauteile

Dipl.-Ing. Stephan Freyberger:

Eigenspannungsevolution in hochlegierten Gehäusebauteilen aus austenitischem Edelstahl, Möglichkeiten und Grenzen der Bohrlochmethode

M.Sc. Sebastian Tewes:

„NADIA“ - New Automotive components Designed for and manufactured by Intelligent processing of light Alloys

Während des Seminars waren die Teilnehmer dazu angehalten die besten drei Präsentationen zu bestimmen. Direkt im Anschluss waren die angehenden Gießer auf dem Bursenabend der Aachener Gießer Familie e.V. eingeladen. Dabei handelt es sich um einen monatlich stattfindenden Vortragsabend bei dem Industrievertreter aktuelle Projekte in dem von Prof. Piwowarski gestifteten Haus, der Burse (Bedeutung: Ort an dem Studenten zusammenfinden) vorstellen. Dieses Mal referierte Herr Dipl.-Ing. Brehm von der Daimler AG über „Motorenguss aus Mannheim - Werkstoffe und Prozesse“, Abbildung 2. Der Bursenabend bildete mit ca. 60 Zuhören auch gleichzeitig den passenden Rahmen für die Preisverleihung der besten Präsentationen des Absolventen- und Doktorandenseminars. In Abbildung 3 sind die Gewinner Sebastian Tewes (1. Platz) von der RWTH Aachen, Christoph Pille (2. Platz) vom Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und Materialforschung (IFAM) in Bremen und Tobias Schubert (3. Platz) von der TU Bergakademie Freiberg zu sehen.

Nachdem die Gewinner bis tief in die Nacht hinein gebührend gefeiert wurden, begann am nächsten Morgen pünktlich das Symposium der Aachener Gießer Familie e.V., das sich im Zweijahresturnus mit dem Aachener Gießerei Kolloquium abwechselt. Der Erst- und Zweitplazierte der Präsentationen des Vortages hatten hier die Möglichkeit ihr jeweiliges Forschungsprojekt einem breiten Publikum vorzustellen. Wie üblich folgte nach dem Symposium der Gießer-Abend, der einen würdigen Abschluss für das diesjährige Absolventen- und Doktorandenseminar darstellte.

Abbildung 1: Teilnehmer vor einem Induktionsrinnenofen der Firma OTTO JUNKER (Photo: T.Ivanov)

Abbildung 2. Herr Dipl.-Ing. Brehm referiert auf dem Bursenabend (Photo: T. Ivanov)

Abbildung 3: Auszeichnung der besten Vorträge (von links nach rechts: Dipl.-Ing. Tobias Schubert, M.Sc. Sebastian Tewes und Dipl.-Wi.-Ing. Christoph Pille) (Photo: D. Joop)