Burse

Der Ausdruck Burse leitet sich vom lateinischen Wort Bursa, welches Tasche, Beutel bzw. Börse bedeutet, ab. Im Laufe der Zeit wandelte sich die Bedeutung hin zu einer Gemeinschaft die aus einer gemeinsamen Kasse lebt.

In der Gießer-Burse wohnen dauerhaft sechs Gießerei-Studenten. Diese leben heute zwar nicht mehr definitionsgemäß aus einer gemeinsamen Kasse, teilen sich aber den gemeinsamen Wohnraum, wie die Küche, die Bibliothek oder das Wohnzimmer. Neben den Einzelzimmern für die Scholaren gibt es außerdem ein Gästezimmer, das flexibel belegt werden kann.

Ursprünglich war die Burse das Wohnhaus von Professor Eugen Piwowarsky, dem Gründer des Aachener Gießerei-Institutes. Nach seinem Tod im Jahre 1953 vermachte seine Frau das Gebäude der AGIFA. Seitdem wurde es in regelmäßigen Abständen modernisiert, wobei die eigentliche Bausubstanz und Seele des Hauses aber immer erhalten blieben. Die letzte große Renovierung wurde im Jahr 2007 abgeschlossen. Dabei wurden die Fassade und das Dach komplett erneuert. Aktuell wird der Innenbereich, wie die Zimmer der Scholaren, das Treppenhaus und die Bäder, auf den neuesten Stand gebracht.

Neben der Unterkunft für Studenten bietet die Burse aber auch Raum für Treffen und Kommunikation für Studenten und Mitarbeiter des Gießerei-Institutes. So wird die Burse Regelmäßig stark frequentiert, zum Beispiel beim monatlich stattfindenden Bursenabend oder gemeinsamen Grillabenden im Garten hinter dem Gebäude.